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Sauergeschmack ist die Detektion von Protonen (H+) und dient wohl zum einen dazu, Appetit anzuregen, zum anderen aber auch zur Warnung vor verdorbenem Biomaterial. Als pH-Detektoren in der chemosensorischen Membran dienen anscheinend Ionenkanäle, die Protonen leiten und dadurch die Membran depolarisieren oder aber pH-gesteuerte Ionenkanäle für andere Kationen (v.a. Na+;). Bei manchen Tieren sind auch Kaliumkanäle nachgewiesen worden, die durch Protonen blockiert werden. Dadurch wird ebenfalls die Zelle depolarisiert. Sauer-empfindliche Geschmackszellen bei der Maus verwenden anscheinend zwei Proteine als H+-Sensoren: den Ionenkanal TRPP3 (aus der TRP-Kanalfamilie) und das Protein PKD1L3. Weitere Theorien zum Sauergeschmack basieren auf der Beobachtung von H+-aktivierten Natriumkanälen und auf einer ungewöhnlich schwachen pH-Pufferung des Zytoplasmas dieser Zellen. Vielleicht gibt es mehrere Mechanismen, wie Protonen diese Zellen aktivieren können. Wie die Signaltransduktion beim Sauergeschmack genau funktioniert ist noch nicht vollständig verstanden.. |