Darstellung des Riechepithels mit der chemosensorsichen Oberfläche nach oben. Das Epithel wird von eine
einzelnen Schicht Stützzellen (SZ) zur Nasenhöhle hin begrenzt. Darunter erkennt man
die Riechzellen (RZ), primäre Neurone, deren Axone in der Submucosa gebündelt werden und
dann zum Riechkolben ziehen, wo sie mit Mitralzellen Synapsen bilden. Riechzellen haben eine Lebenszeit
von nur wenigen Wochen. Sie sterben nach 3 - 6 Wochen ab und werden durch nachdifferenzierende
Basalzellen (BZ) ersetzt.
Die chemosensorischen Teile der Riechzellen sind die Zilien. Von einer Verdickung am Ende des Dendriten einer
jeden Riechzelle gehen 10 - 20 Zilien aus und reichen in die Nasenhöhle. Dort liegen die Zilien in einer
Mukusschicht, die von den Bowman Drüsen (BD) gebildet wird. Duftstoffe aus der Atemluft
lösen sich in der Mukusschicht, kommen mit der Zilienmembran in Kontakt und lösen eine elektrische Reaktion
aus: chemoelektrische Transduktion.
Quellen, links: Anholt, R.R (1987) Trends in Biochemical Science 12:58
rechts: Kleene + Gesteland (1981) Brain Res. 229: 536
Stephan Frings, Uni Heidelberg, Abt. Molekulare Physiologie
Juni 2003
s.frings@zoo.uni-heidelberg.de