Zyklusvorlesung "Sinnesphysiologie - vom Ionenkanal zum Verhalten"

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Riechen
I. Riechsinneszellen
II. Zentrale Verarbeitung von Geruchssinformation


Themen:

Lage der Riechrinde
 
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Die Riechrinde (olfaktorischer Cortex) liegt ganz in der Nähe der Riechkolben. Rechts sieht man eine Darstellung des menschlichen Gehirns von unten. Die beiden Riechnerven mit den Riechkolben liegen wie zwei Streichhölzer unter dem Frontallappen.
 
Die Riechrinde, der Ort der bewußten Wahrnehmung von Geruchssignalen, liegt im orbitofrontalen Cortex, einem Teil des Frontallappens unmittelbar überhalb der Riechkolben. Die sensorischen Signale laufen aus dem Riechkolben zunächst zur primären Riechrinde im piriformen Cortex, einem alten Teil des Cortex (Paleocortex) mit anderer (Allocortex), nämlich dreischichtiger Struktur. Von der primären Riechrinde geht die Riechinformation teils direkt zum orbitofrontalen Cortex, teils durch den Thalamus in den Frontallappen. Zudem gibt es direkte Zugänge in das limbische System, insbesondere die Amygdala und den Hypothalamus.
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In der Aufsicht auf die Großhirnrinde sind die Orte der Verabeitung chemischer Signale nicht zu erkennen. Der gustatorische Cortex liegt in der Inselregion, tief verborgen in der Fissura lateralis zwischen Frontal- und Schläfenlappen. Der olfaktorische Cortex wird durch die seitliche Wülste des Frontallappens verdeckt.
 

 
Quelle: Weitz, B. (1998) Atlas der Anatomie. Weltbild Verlag

Stephan Frings, Uni Heidelberg,        Abt. Molekulare Physiologie                   Juni 2003                   s.frings@zoo.uni-heidelberg.de