| Linsen- und Komplexaugen ein Referat von Gregor v. Levetzow, gehalten am 27.11.2000 |
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Photorezeptoren reagieren bereits auf einzelnes Photon. Licht fällt durch Pupille via Linse auf die Retina, in welcher sich die Photorezeptoren befinden. Das Bild was auf der Retina entsteht ist spiegelverkehrt. Die Photorezeptoren sind in eine Schicht von Pigmentepithel eingelagert, die die Bereiche hinter der Retina vom Licht abschirmen (Aufbau siehe unten). Der Lichteinfall wird durch einen Ringförmigen Muskel, der Iris gesteuert. Die Sehschärfe wird durch dehnen bzw. stauchen der Linse erreicht. |
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aus: N. A. Campbell Zoologie S. 1123 (1996) |
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| Es gibt 2 Typen von Photorezeptoren: Stäbchen (schwarz/weiß Sehen) und Zapfen (Farbsehen). Stäbchen sind lichtempfindlicher als Zapfen. Die Rezeptoren bestehen aus einem Außensegment in welchem die sogenannten Disks liegen, in wessen Membranen der Sehfarbstoff (Retinal) eingelagert ist. Erste Verschaltung der Impulse erfolgt schon in der Retina, via Horizontal-, Amakrin- bzw. Bipolarzellen. Die so verschalteten Signale werden über den Sehnerv ins Gehirn geleitet. Die Fovea centralis ist der Bereich des schärfsten Sehens, besteht beim Menschen aus ca. 7x10³ Zapfen, die 1:1 direkt auf die Ganglienzellen projizieren; 70% aller Sehzellen des Menschen sind Zapfen. Im peripheren Bereich der Retina werden die Stäbchen im Verhältnis 130:1 auf Ganglienzellen Verschaltet, wodurch sich das Auflösungsvermögen verringert, jedoch die Lichtempfindlichkeit gesteigert wird. Das Bild was auf der Retina abgebildet wird ist um 180° gedreht (steht auf dem Kopf), im Gehirn wird dieses dann wieder gedreht, so dass ein richtiger Umwelteindruck entsteht. | |
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| Aus: David H.Hubel (1989) Auge und Gehirn.
Neurobiologie des Sehens. |
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