| Schmerzrezeptoren und ihre Synapsen: Gehalten von Carsten Merkwirth am 18. Dezember 2000 |
Einleitung: |
Wie erfolgt die Erregung eines Nozizeptors? Worin bestehen die Unterschiede zu anderen Rezeptoren des
Nervensystems? 1.
Reizspezifität |
Wie erfolgt
die Umschaltung im Rückenmark? Die in Richtung
Hirnstamm aufsteigenden Afferenzen vereinigen sich mit dem aus dem Kopfbereich stammenden
Axonen des Nervus trigeminus zum Thalamus. Mechanismus zur körpereigenen Schmerzabwehr |
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Abbildung 1: Übersicht zur nozizeptiven Verschaltung im Rückenmark |
Abbildung 2: Übersicht der nozizeptiven Reizleitung zum Gehirn |
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| Quelle: Schmidt, Thews: "Physiologie des Menschen", Fischer-Verlag |
Eine Erregung des
vorgeschalteten Neurons führt an der präsynaptischen Membran zur Freisetzung von
chemischen Neurotransmittern, die durch den synaptischen Spalt diffundieren und an der
postsynaptischen Membran gezielt an spezifischen Rezeptoren oder direkt an Ionenkanäle
binden. Die evozierte Änderung des Membranpotentials führt zur Generierung von
Aktionspotentialen. Folgende
Neurotransmitter treten in nozizeptiven Neuronen in den Vordergrund: Glutamat gilt als wichtigster
Neurotransmitter in schmerzleitenden Axonen und zählt mit Aspartat (NMDA=N-methyl-D-Aspartat) zu den
exzitatorischen Aminosäuren. Sie werden sowohl von afferenten Fasern als auch von
Rückenmarksneuronen freigesetzt. Serotonin (5-hydroxytryptamin),
Noradrenalin und Dopamin vermitteln die deszendierende Hemmung im
Rückenmark. Ebenfalls hemmend in nozizeptiven Neuronen wirken GABA und Glyzin. Das
Funktionsprinzip dieser Neurotransmitter besteht in der Übertragung der Information an
spezifische Proteine der postsynaptischen Membran, einerseits an Rezeptoren bzw. an Ionenkanäle. Postsynaptische
Rezeptoren existieren in zwei Formen: Auf der einen Seite
spannungsgesteuerte, auf der anderen Seite ligandenabhängige Ionenkanäle. Die durch
Neurotransmitter hervorgerufene Depolarisierung führt zur schnellen Auslösung von
Aktionspotentialen, eine weitere Möglichkeit ist gegeben durch sog. Neuromodulatoren bzw.
Neuropeptide, die eine langsame Erregungsleitung nach sich ziehen (z.B. Tachykinine
(Substanz P, Neurokinin A). Bei den
Neuropeptiden mit hemmender Wirkung handelt es sich um die endogenen Opioide (met- u. leu-
Enkephalin, Dynorphin), die aus drei Precursormolekülen abgeleitet sind und auf
Opioid-Rezeptoren in Nervensystem wirken. |
Abbildung 3: Übersicht der Opiatrezeptoren und ihrer Liganden (endogene Morphine): |
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| Quelle: Forth, Henschler: "Pharmakologie und Toxikologie", Spektrum-Verlag |