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Um eine Kontrolle der Porenöffnung durch die Membranspannung zu
ermöglichen, muß ein Ionenkanal über einen beweglichen
Spannungssensor verfügen, der Spannungsänderungen in eine Kraft
umsetzt. Diese Kraft zwingt dann dem Protein eine Konformationsänderung
auf, die die Pore entweder öffnet oder schließt. Der Sensor ist
bei vielen Kanälen das vierte Membransegment (S4), das über 8 positiv
geladene Aminosäurereste verfügt.
Beispiel K+-Kanal: Bei der Ruhespannung von ca -70 mV ist
das S4-Segment zur Innenseite verschoben und die Pore ist geschlossen (oben).
Bei Depolarisation verschiebt sich S4 zur Membranaußenseite, die Pore
wird geöffnet ("Aktivierung", unten: 1). Nach einer kurzen
Verzögerung wird die Pore wieder verschlossen. Dazu bindet eine
intrazelluläre Proteindomäne ("ball-and-chain") an die Pore
und verschließt sie ("Inaktivierung", unten: 2). Ähnlich
wie die cGMP-gesteuerten Kanäle bilden auch K+-Kanäle
einen Proteinkomplex aus vier Untereinheiten. Da jede Untereinheit 6
Membransegmente hat (S1-S6), besteht das komplette Kanalprotein also aus
24 Membransegmenten.
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