Nozizeptoren sind auf die Wahrnehmung noxischer Reize spezialisierte Sinneszellen. Sie detektieren
mechanische, thermische und chemische Reize, die den Erhalt des Organismus gefährden könnten (Noxe =
Schaden). Ihre sensorischen Endigungen liegen in der Haut, in den Gelenken und Organen. Lange Axone
leiten das Schmerzsignal durch die Spinalnerven in die Hinterhörner des Rückenmarks, wo die Nozizeptoren
ihre Synapsen bilden. Die nachgeschalteten Rückenmarksneurone verlaufen durch den jeweils kontralateralen
Vorderseitenstrang zum Gehirn.
Die Zellkörper der Nozizeptoren liegen in den Spinalganglien nahe dem Rückenmark. Jedes Ganglion enthält
die Zellkörper einiger Tausend sensorischer Neurone - die meisten davon Schmerzzellen. Rechts
ist ein Schnitt durch ein Spinalganglion der Ratte dargestellt. Man erkennt auf der linken Seite Axonbündel
und (blau eingefärbt) eine Vielzahl von sensorischen Neuronen unterschiedlicher Größe. Die Durchmesser der
Neurone variieren zwischen 20 µm und etwa 50 µm, der Durchmesser des Ganglions liegt bei etwa 2 mm.
Quelle: Ilva Putzier, Forschungszentrum Jülich
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