Säugetiere detektieren Pheromone mit Hilfe des vomeronasalen Organs (VNO). Das VNO ist eine paarige
Struktur, die an der Basis der Nasenscheidewand eingelassen ist und sich zur jeweiligen Nasenhöhle hin
öffnet. Das VNO ist eine nur nach vorne hin offene Röhre, mit wässriger Lösung gefüllt und wahrscheinlich
fähig zu peristaltischen Bewegungen, die dazu beitragen, die gelösten Pheromone durch das Lumen zu
transportieren. In einem Coronalschnitt - einem Schnitt quer zur Längsachse des Kopfes -
(rechts) sieht man das VNO als sichelförmige Struktur zu beiden Seiten der Nasenscheidewand (Septum).
Das Lumen (hier mit VNO bezeichnet) wölbt sich um die Wand eines Blutgefäßes. Auf der anderen Seite wird
das Lumen von einem sensorischen Epithel (SE) begrenzt. Hier sind die Pheromon-sensitiven Sinneszellen
zu finden, die den Inhalt des Lumens analysieren.
Quellen:
Hamster: Meredith,M., http://athena.neuro.fsu.edu/research/vomeronasal
Schnitt: Finger et al. (2000) The neurobiology of taste and smell. Wiley-Liss
Stephan Frings, Uni Heidelberg, Abt. Molekulare Physiologie
Juni 2003
s.frings@zoo.uni-heidelberg.de