Seeigel entlassen ihre Keimzellen in das Meerwasser. Das Zusammentreffen von Spermium und Eizelle wird aber
nicht dem Zufall überlassen sondern durch chemische Kommunikation unterstützt. Die Eizellen entlassen
ein kleines Peptid (Resact) ins Wasser, das den Spermien als chemische Spur für ihre Reise Richtung Eizelle
dient. Um die Eizelle herum bildet sich ein Resactgradient, in dem sich die Spermien Richtung Quelle
orientieren können. Diese Orientierung mit einem chemischen Signal (Chemotaxis) wirkt bei
Spermien über relativ kurze Entfernungen (einige cm)
Resact wirkt hier als Pheromon, indem es als Signal zwischen zwei Individuen der selben Art wirksam ist.
In ähnlicher Weise nutzen viele Einzeller und auch vielzellige Organismen (zB Pilze, Braunalgen, Seeanemonen)
Pheromone zur Kommunikation, insbesondere als Lock- oder Alarmstoffe. Lockstoffe, mit denen Spermien zu
Eizellen geführt werden, kommen auch bei höheren Tieren zum Einsatz, wahrscheinlich auch bei Menschen.
Die Lockstoffe sind bei höheren Tieren aber bisher nicht identifiziert worden.