Bei den Zweiflüglern (Diptera, Fliegen, Mücken) ist das hintere Flügelpaar zu Schwingkölbchen
(Halteren) umgebildet. Halteren funktionieren im Prinzip wie der Kreiselkompass in einem Flugzeug: Beide
erhalten durch schnelle Rotation eine weitgehend stabile Raumlage, die als Referenz für die Fluglage dienen
kann. Hapteren beschreiben 8-förmige Rotationen im Takt des Flügelschlags. Wenn sich die Position des Thorax
relativ zu den Halteren verändert, messen Felder von Kuppelsensillen an der Basis der Halteren (rechts, rote
Felder) diese Abweichung. Das Tier kann diese Information nutzen, um seine Fluglage zu stabilisieren.
Quelle: http://www.ento.csiro.au/Ecowatch/Primary/diptera/pages/fly_haltere.htm
Stephan Frings, Uni Heidelberg, Abt. Molekulare Physiologie
Mai 2003
s.frings@zoo.uni-heidelberg.de