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Um wahrgenommen zu werden, müssen die sensorischen Nervensignale die Großhirnrinde (Cortex) erreichen. Denn im
Cortex wird das Bewußstein verarbeitet. Der von außen sichtbare, stark gefurchte Cortex ist die einzige
Hirnregion, die bewußte Wahrnehmung ermöglicht; tiefer liegende - hier nicht sichtbare - Bereiche des Gehirns
verarbeiten Prozesse, die dem Bewußtsein nicht zugänglich sind.
Die sensorischen Signale aus der Haut werden durch Rückenmarksneurone zum Gehirn geleitet. Dort gelangen sie zunächst in den Thalamus. Hier laufen alle Signale von Sinnesorganen zusammen und werden an die Gehirnrinde weitergegeben. Die Bezeichnung "Tor zum Bewußtsein" bezeichnet diese Leitfunktion des Thalamus für sensorische Information. Alle Sinneswahrnehmung verläuft durch die verschiedenen thalamischen Kerne. Der Thalamus kann aber auch die gesamte Sinneswahrnemung ausschalten, indem er die Signalweiterleitung zum Cortex blockiert. Das geschieht im Schlaf, wenn die thalamischen Neurone in einen Zustand verfallen, in dem sie für die Weiterleitung der Sinnesinformation nicht mehr zur Verfügung stehen. |
Sicht von oben: Der Thalamus ist - wie die meisten Areale des Gehirns - paarig angelegt. Jede Gehirnhälfte besitzt einen Thalamus. Abbildung des Gehirns aus: Weitz, B. (1998) Atlas der Anatomie Weltbild Verlag |