Neuronale Ca2+-Signale


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Übersicht: Entstehung von Ca2+-Signalen

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Die Entstehung von Ca2+-Signalen

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Grundlage aller zytoplasmatischen Ca2+-Signale sind die steilen Konzentrationsdifferenzen zwischen dem Interstitiallösung (ca. 1000 µM), dem Zytosol (0.1 µM) und dem endoplasmatischen Retikulum (ER, 100-1000 µM). Diese Ca2+-Verteilung wird durch Transportproteine aufrechterhalten, die Ca2+ aus dem Zytoplasma schaffen. Na+/Ca2+-Austauscher koppeln den Na+-Gradienten über der Plasmamembran an den Ca2+-Export, und Ca2+-Pumpen nutzen Energie aus der Hydrolyse von ATP zum Ca2+-Transport ins ER. Öffnung von Ca2+-Kanälen in der Plasmamembran führt zu Ca2+-Einstrom und zum Anstieg der zytoplasmatischen Ca2+- Konzentration. Dieses Ca2+-Signal kann durch positive Rückkopplung verstärkt werden, ein Prozess, der durch Ca2+-Kanäle im ER vermittelt wird. Vor allem Ryanodinrezeptoren (aber in geringerem Maß auch IP3-rezeptoren) tragen zu dieser Signalverstärkung bei, denn sie werden direkt durch Bindung von Ca2+ geöffnet (Ca2+-induzierte Ca2+-Freisetzung, CICR). Die Ca2+-Kanäle des ER können auch durch intrazelluläre Botenstoffe (IP3 und cADPR) aktiviert werden, ein Vorgang, der durch metabotrope Neurotransmitterrezeptoren ausgelöst werden kann.

 

Homepage Stephan Frings
Institut für Biologische Informationsverarbeitung im Forschungszentrum Jülich